Informelles Lernen

Posted in Personal Learning Environment with tags , , on 01/17/2010 by gesaline

Dieser Post beschäftigt sich mit dem informellen Lernen. Was ist informelles Lernen? Wie grenze ich zwischen anderen Lernformen ab? Wann lerne ich informell und was hat das mit meiner PLE zu tun?

Eine allgemeine Auffassung darüber was informelles Lernen ist, gibt es nicht. Und doch unterscheidet man zwischen informellen („informal learning“), non-formalen „non-formal learning“ und formalen „formal learning“ Lernen. Formales und informelles Lernen greift dabei ineinander über und bedingt sich wechselseitig. Für diese 3 Unterscheidungen benutzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung die folgenden „Definitionen“.

„Als „formal learning“ wird im allgemeinen das planmäßig organisierte, gesellschaftlich anerkannte Lernen im Rahmen eines von der übrigen Umwelt abgegrenzten öffentlichen Bildungssystems bezeichnet.


„Non-formal learning“ ist dagegen die Sammelbezeichnung für alle Formen des Lernens, die in der gesamten Umwelt außerhalb des formalisierten Bildungswesens stattfinden.

Für den Begriff „informal learning“ gibt es eine Bandbreite jeweils partiell variierender Definitionen. Das reicht von der Charakterisierung als ungeplantes, beiläufiges, implizites und oft auch unbewusstes Lernen über die Bezeichnung für alle von den Lernenden selbst ohne Bildungsunterstützung entwickelten Lernaktivitäten bis zur Gleichsetzung mit dem „non-formal learning“ d. h. der Bezeichnung für alles außerhalb des formalen Bildungssystems (bewusst oder unbewusst) praktizierte Lernen.“

Ein Großteil des Lernprozesses, den ein Mensch im Laufe seines Lebens durchläuft, kommt auf informelle Art und Weise zustande. Informell bedeutet in diesem Zusammenhang, dass dieses Lernen in Bezug auf Lernziel, -dauer und -förderung unsystematisch ist, meistens ohne unmittelbaren institutionalisierten Rahmen (Bildungseinrichtung) stattfindet und in der Regel von persönlichem Interesse motiviert ist. Darunter fällt im alltäglichen Leben beispielsweise das Pausengespräch mit Arbeitskollegen, im Zeitalter der Neuen Medien immer mehr der Pausen-Chat oder das Arbeitsgruppentreffen von Studenten außerhalb von Seminaren und Vorlesungen in der Cafeteria oder per Skype.

Ich, für meinen Teil, finde mich in allen 3 Definitionen wieder. Ich lerne formell, nämlich an der Uni in Vorlesungen und Seminaren. Ich lerne aber auch non-formell, beispielsweise beim Reitunterricht oder beim Bearbeiten von Literatur, schließlich findet dieses Lernen außerhalb des „formalisierten Bildungswesens“ statt. Und informell lerne ich auch. Das wurde im Seminar ja auch schon hervorgehoben. Es fängt mit dem Binden der Schleife an und hört mit der Benutzung des PCs oder des Internets auf.

Auch meine persönliche Lernumgebung wird vom informellen Lernen geprägt. Ich habe immerhin informell gelernt, wie und wo und auf welche Weise ich am besten lernen kann. Hinzu kommt, dass ich ganz aktuell durch das Seminar formell gelernt habe mit neuen Tools umzugehen und sie für meine PLE zu nutzen.

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iPhone und PLE, wie geht das zusammen?

Posted in Personal Learning Environment with tags , , on 01/15/2010 by gesaline

Ralf hat mich vor einiger Zeit darum gebeten zu erörtern, warum das iPhone so elementar für meine PLE ist. Das will ich hiermit tun.

Ich habe das iPhone nun bereits ein halbes Jahr und doch merke ich eigentlich ständig, wieviele meiner alten Verhaltensweisen ich damit aufbreche. Eigentlich sollte mich das inzwischen nicht mehr wundern. Warum also PLE:

Es fängt eigentlich mit meiner allgegenwärtigen Unwissenheit an. Es passiert mir sehr häufig, dass mir eine Begrifflichkeit unbekannt ist. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn ich gerade für ein Hausarbeitsthema oder eine Präsentation ausgelost wurde. Der denkbar ungünstigste Moment, meiner Meining nach. Denn nach der Auslosung kommen in der Regel Fragen wie: Sind alle mit ihrem Thema zufrieden? Gibt es noch Fragen? Wissen alle, was sie zu tun haben?

Wir kennen das alle. In dem Moment will sich keiner die Blöße geben. Daher greife ich in der Regel schon vorher zum Mantel und zücke das iPhone, um meine Unwissenheit via Google zu mindern. Anderes Beispiel ist eine Vorlesung, in der Fachwörter oder ähnliches vom Dozenten in den Raum geworfen werden. Große Fragezeichen in den umliegenden Gesichtern. Mit Glück weiß einer, was damit gemeint ist. Häufiger bekomme ich allerdings zu hören: kannst du das mal googeln (was ich übrigens sowieso schon tue). An dieser Stelle könnte man auch einwerfen, dass die meisten wohl im Besitz eines internetfähigen Laptops sind. Aber sind wir doch mal ehrlich, wer schleppt den denn mit? Ich besitze auch einen, aber das iPhone ist erstens eh immer on board und zweitens noch dazu wesentlich handlicher und leichter.

Ich benutze das iPhone aber auch in der Bibliothek. In der Regel sind die Computerplätze nämlich entweder besetzt oder unpraktisch, wenn ich mit einigen Büchern zwecks Literaturrecherche um die Ecke gebogen komme. Den Campus-Katalog kann ich darauf genauso gut aufrufen, wie am PC und kann mir zudem noch eine bequeme Sitzmöglichkeit suchen oder direkt am Regal recherchieren.

Ich habe auch in der Regel keine Lust mich in eine Schlange vor den diversen Medienzentren dieser Uni einzureihen. Das PDF, das ich fürs Seminar lesen muss, kann ich auch unterwegs abrufen oder ich ziehe es zuhause aufs Phone. Denn, wenn ich abends daheim bin, tue ich in den seltensten Fällen noch was für die Uni. Lesen in der Bahn oder im Bus mache ich zudem eh, da kann ich auch das pdf lesen. Ich nenne sowas übrigens sinnvoll genutzte Fahrzeit.

Ich benötige das iPhone aber auch für die PLE, weil der iPod integriert ist. Um eine arbeitsfähige Lernumgebung herzustellen, benötige ich Abgeschiedenheit. Ruhe wäre hier das falsche Wort. Ich brauche eine Art Hintergrundbeschallung, daher höre ich in der Regel überall und zu jeder Zeit Musik. Klappt super mit dem iPhone.

In letzter Zeit mehren sich auch die Professoren, die ihre Vorlesung via Podcast online nutzbar machen. Das ist mit dem iPhone auch sehr praktisch abzurufen.

Last but not least, benutze ich das iPhone auch zur ganz normalen Kommunikation. Mails zu Dozenten, Kommilitonen, meiner Familie, etc. sind unerlässlich. Schnell mal fragen, wann die Deadline ist oder ob ich den Gedanken für die Präsi richtig formuliert habe. Mutti anrufen und ihr mitteilen, dass ich ihr gerade eine Hausarbeit gemailt habe, die dringend Korrektur gelesen werden muss. Oder Peter, Hans und Ida anrufen, sms oder mailen, was eigentlich PLE ist oder wann die letzte Zollunion gegründet wurde.  Auf den schnell-mal-googeln-Aspekt bin ich ja schon eingegangen.

Ich glaube, es wird deutlich, in welcher Form ich das „neue“ Smart-Phone nutze. 🙂

Feeds, iGoogle und Co.

Posted in Personal Learning Environment with tags , , , on 11/26/2009 by gesaline

Dank der Einweisung von Jonas zum Thema „RSS“ hab ich jetzt endlich sämtliche Blogs des Seminars „im Abo“! Sehr spannende Geschichte, von der ich gespannt bin, wie sie sich entwickelt und welchen Nutzen ich daraus für die Zukunft ziehen kann. Fakt ist: Wäre das im Seminar nicht angesprochen worden, dann hätte ICH immer schön weiter jeden Blog einzelnd aufgerufen.

Weil ich heute aber gleich einen kompletten PLE-Tag eingelegt habe, habe ich mich auch gleich noch mit iGoogle vertraut gemacht. Gmail benutze ich ja schon seit Längerem, aber iGoogle habe ich bis dato immer als unnötig empfunden. Heute hab ich mich dann mal ein bisschen intensiver damit auseinander gesetzt und muss sagen, dass ich dieses Werkzeug als wirklich praktisch und übersichtlich kennen gelernt habe. [Ich habe damit übrigens überhaupt kein Problem, dass Google die Macht… und so…]

Jetzt können die ersten Blog-Einträge also kommen, damit ich dann auch die praktische Umsetzung der Feeds in Kombi mit iGoogle beurteilen kann.

Übrigens: Die Sitzung hat sich ja nicht nur mit Jonas‘ „Vortrag“ beschäftigt. Alles zum Thema Lerninhalte und der Studi-Gruppe dann im nächsten Entry!

Das Verfassen eines Essays ist nicht besonders simpel!

Posted in Personal Learning Environment with tags , on 11/05/2009 by gesaline

Meine individuelle Personal Learning Environment (PLE)

In diesem Essay werde ich mich im Folgenden mit der Frage auseinandersetzen, was meine individuelle Lernumgebung ist. Bevor ich allerdings mit der Erörterung der Fragestellung beginne, möchte ich eine Definition wiedergeben, die den Begriff der PLE verdeutlicht.

„A PLE is a single user’s e-learning system that provides access to a variety of learning resources, and that may provide access to learners and teachers who use other PLEs and/or VLEs.“ (Mark van Harmelen, Personal Learning Environments, 2008, S. 18) Mark van Harmelen geht in seiner Aussage primär auf die elektronischen, virtuellen Aspekte einer PLE ein, die in der heutigen Zeit zweifelsohne nicht fehlen dürfen. Für mich beinhaltet eine PLE aber noch weitere Aspekte, die nicht mit der Virtualität in Verbindung stehen. Daher beginnen meine Ausführungen zu meiner PLE mit den Lernorten, an denen ich arbeite.

 Lernorte:

Primär lerne, arbeite und schreibe ich in meinem Arbeitszimmer. Dabei lege ich besonderen Wert auf einen Schreibtisch, denn im Zeitalter von Laptops, Notebooks und PCs könnte man auf einen Schreibtisch auch verzichten. Der Schreibtisch ist mir aber insbesondere deswegen so wichtig, weil ich Platz und Übersichtlichkeit benötige. Alle Utensilien, die ich für die Arbeit benötige, möchte ich gerne griffbereit haben. Literatur, Büromaterialien und das Notebook müssen somit ausgebreitet werden können. Selbstverständlich kann ich auf ein Notebook mit Internet-Zugang nicht verzichten. Ich verwende diesen nicht nur zur weiteren Recherche, sondern auch für die Erstellung von „Lernzetteln“. Doch mein Arbeitszimmer ist nicht der einzige Ort, an dem ich aktive an einem Lernprozess teilnehme. Ein weiterer Lernort sind für mich auch Bibliotheken. Den Zugang zur wissenschaftlichen Lektüre, Zeitschriften und e-Books sind unverzichtbar, wenn ich mich auf Hausarbeiten, Klausuren oder Präsentationen vorbereite. Last but not least lerne ich auch in der U-Bahn bzw. im Bus. Die Zeit, die ich dort mit Hin- und Rückweg benötige, kann ich ideal nutzen um Artikel zu lesen oder eine kurze Internet-Recherche zu einer aufgekommenen Frage durchzuführen.

 Dies bringt mich auch zu dem nächsten Aspekt meines Essays, dem Internet.

 Internet:

Das Internet benötige ich nicht nur, wie oben erwähnt, zur Recherche, sondern insbesondere auch zur Kommunikation. Ein wichtiger Aspekt meines Lernens ist der Austausch mit anderen Personen. Dies funktioniert heute insbesondere via E-Mail, Instant Messaging, Skyping/Twittern oder in Foren bzw. Blogs. Zu wissen, ob andere Personen meine Gedankengänge teilen ist mir ebenso wichtig, wie aktiv an kontroversen Diskussionen teilzunehmen, oder nur zu folgen.

Ein weiterer Aspekt meiner PLE ist die Ausgestaltung dieser.

 Komfort:

Meine Lernorte sollten nach Möglichkeit immer mit der Option „Musik“ ausgestattet sein. In meinem Arbeitszimmer ist es mir besonders wichtig, eine funktionierende Stereoanlage zu haben. Da ich mich ohne Hintergrundgeräusche nur schwer konzentrieren kann, greife ich gerne auf klassische Musik, Jazz und Chill-Out zurück. Das gleiche gilt auch für Situationen in der Bahn und in der Bibliothek. Hier greife ich auf meinen MP3-Player zurück. Nur so kann ich für mich gewährleisten, dass ich mich von anderen Geräuschen nicht ablenken lasse. Auch Getränke und Verpflegung stellen einen wichtigen Aspekt meiner persönlichen Lernumgebung dar. Es ist für mich schwierig meine Leistungsfähigkeit konstant aufrecht zu erhalten, wenn ich weder Koffein noch Zucker bekomme. Daher lege ich auch regelmäßig Pausen ein. Je nachdem, wie viel Zeit ich bereits sitzend verbracht habe, brauche ich auch einen Ausgleich. In der Regel reite ich dann mit meinem Pferd aus. Dies ist mir einerseits dienlich in Bezug auf „abschalten“ und um auf andere Gedanken kommen. Andererseits gibt mir dies auch die Möglichkeit, dass Gelernte in einer anderen Umgebung zu rekapitulieren. Manchmal baue ich mir sogar Eselsbrücken zu gerade erlebtem.

Am Anfang war das Bild…

Posted in Personal Learning Environment with tags , on 11/05/2009 by gesaline

Und so hat alles angefangen. Die erste „Hausaufgabe“ lautete PLE Visualisierung. Also hab ich das mal gemacht. An einem Sonntagabend, im Hintergrund lief (völlig untypisch für mich) Muse und ’ne Flasche Shiraz stand auf dem Tisch. Herausgekommen ist dabei dann das:

PLE

Interessant, denn mir war bis dato nicht bewusst, dass ich in meiner Lernumgebung so flexibel bin.